Aufzugsprojekt - Modernisierung 1100 Wien

In einem Wohnhaus im zehnten Wiener Gemeindebezirk wurden vier Aufzugsanlagen komplett modernisiert und durch Ersatzanlagen ersetzt.

Ausgangssituation:

In einer gemischt genutzten Liegenschaft im ersten Wiener Gemeindebezirk wurde eine im Jahr 1958 errichtete Aufzugsanlage komplett modernisiert.

  • Technisch veraltete und verbrauchte Aufzugsanlagen
  • Vorhandenes Haftungsrisiko für die Betreiber auf Grund fehlender Sicherheitsbauteile
  • Geringe Verfügbarkeit der Aufzugsanlagen durch vermehrte Störungshäufigkeit

Ziele:

  • Anpassung an den heutigen Stand der Sicherheitstechnik
  • Erhöhung der Benutzerfreundlichkeit und des Komforts durch den Umbau der halbautomatischen Schachttüren auf vollautomatische Ausführung

Umsetzung:
Unter Berücksichtigung der Sicherheitsevaluierung, der ÖNORM B2454-1 und des neuen Wiener Aufzugsgesetzes haben wir für die Liftmodernisierung verschiedene Ausbaustufen erarbeitet. Die Basismodernisierung beinhaltete die Modernisierung der Anlagen laut Bestand. In Abstimmung mit der Hausverwaltung erarbeiteten wir zwei auf der Basisausführung aufbauenden Modernisierungslösungen. Die erste Variante beinhaltete nur den Umbau der Schachttüre in der Haltestelle Erdgeschoss. Die hierzu erforderlichen Bau- und Nebenarbeiten wurden ebenfalls in die Ausschreibung mit integriert um den Eigentümern ein Gesamtkonzept präsentieren zu können. Die zweite Lösung beinhaltete die Demontage aller handbetätigten Schachtdrehtüren. Der eingemauerte Stockrahmen sollten belassen und durch neue vollautomatische Türen ersetzt werden. Für diese Ausführung kam eine Neuentwicklung von Schachttüren gerade rechtzeitig, welche eine besonders kleine Dimensionierung in der Tiefe aufweist. Dadurch war es in der Planung möglich die Kabinengröße beizubehalten. Um den Umbau und die für die Vollausbaustufe höheren Investitionskosten auch wirtschaftlich zu belegen, erfolgt unsererseits eine Amortisationsberechnung über einen Zeitraum von 25 Jahren. In diese wurden die Kosten für das Ersetzen von Türschließern, von Türgläsern und ebenso eine Erneuerung des Anstrichs alle 10 Jahre mit einbezogen. Den Betriebskosten wurden die höheren Investitionskosten gegenübergestellt. Das Ergebnis lieferte die ausschlaggebenden Argumente neben der Erhaltung der Kabinengröße für die Entscheidung der Eigentümer diese große zukunftsorientierte Lösung umzusetzen.

Ergebnis:
Nach der Vergabe an den Bestbieter, der genauen Detailplanung sowie der Erstellung eines Terminplanes durch unser Büro folgte die Ausführungsphase. Bei diesem Projekt waren wir auch für die Umsetzung und die örtliche Bauleitung zuständig. Dies umfasste die Ausführungsplanung sowie die Kontrolle und Überwachung des ausführenden Unternehmens im Namen des Auftraggebers. Nach einer Umbauphase von ca. 6 Wochen für alle vier Liftanlagen konnte nach mängelfreier Abnahme durch den technischen Sachverständigen die Anlagen den Eigentümern Ende September zur Benutzung übergeben werden. Die Projektbilder visualisieren die gelungene Modernisierung. Unser Auftraggeber war mit der Gesamtleistung, sowohl mit unserer Beratungs- und Überwachungsleistung sowie mit dem ausführenden Unternehmen, ausgesprochen zufrieden.

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